GEW fordert: A13 für alle!

So wie bereits in den beiden letzten Jahren kann man am 13. November wieder vermehrt Grundschullehrkräfte mit roten Buttons antreffen. Dahinter steckt eine Informationskampagne der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Hintergrund ist die Ablehnung der hessischen Landesregierung, Grundschullehrkräften die gleiche Besoldung zukommen zu lassen wie anderen Lehrkräften, denn während die Besoldung an Grundschulen bei A12 liegt, erhalten alle anderen Lehrkräfte A13. Damit verdienen Grundschullehrkräfte trotz gleicher Ausbildungsdauer pro Monat ca. 350 bis 500 Euro weniger als ihre Kollegen an den weiterführenden Schulen. Im direkten Vergleich der Besoldung von Lehrkräften der Besoldungsgruppe A12 mit A13 ist der 13. November in diesem Jahr der erste unbezahlte Arbeitstag für Grundschullehrkräfte.
Zudem haben Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen die höchste Unterrichtsverpflichtung: So muss man als Grundschullehrkraft 28,5 Wochenstunden Unterricht ableisten, während es bei Haupt- und Realschullehrern 27 und bei Gymnasiallehrern 26 sind.
Es ist aber aus unserer Sicht nicht so, dass wir weniger oder weniger Wichtiges in unserer Arbeit mit den Kindern leisten:
Wir sind Lernbegleiter, Seelentröster, Erzieher, Psychologen, Forderer und Förderer, Bändiger, Motivierer, Erklärer, Lernentwicklungsdokumentierer, Berater, Vermittler und oftmals auch Hausmeister, Sekretärin und Reinigungskraft in einer Person. Wir versuchen, die Kinder zu freudigen Lernern zu machen und ihnen wichtige Grundlagen zu vermitteln. Daher sind wir überzeugt, dass wir dieselbe Bezahlung verdient haben!
Stefan Kasper, Lehrkraft an der A-L-S

Weitere Infos zur Kampagne erhalten Sie HIER!

2 Antworten auf „GEW fordert: A13 für alle!

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  1. Als ehemalige Lehrerin an der Grundschule in Hauneck und auch als Ausbilderin ( i. R.) von Referendaren sehe ich es genau so.
    Ich fand es schon immer ungerecht, dass an weiterführenden Schulen weniger Stunden gearbeitet, dafür aber mehr verdient wird. Grundschullehrer leisten eine besonders anstrengende Beziehungsarbeit, die nicht zu unterschätzen ist. Sie legen die Basis, auf der die weiterführenden Schulen aufbauen können.
    Enja Riegel, eine bekannte Schulleiterin in Wiesbaden hat einmal gesagt:“ Sie hat das große Glück gehabt an eine Grundschule für zwei Jahre abgeordnet gewesen zu sein. Dort hat sie das Unterrichten gelernt, was ihr später als Schulleiterin eines Gymnasiums und danach als Rektorin einer integrativen Gesamtschule sehr zu Gute gekommen ist.“ Leider wird bis heute die Arbeit mit Kindern sehr unterschätzt, ähnlich wie in den Kindergartenstätten. Leider!!! Ich kann die Forderung der GEW gut verstehn und auch nachvollziehen.
    Ich wünsche der Aktion im Interesse aller Grundschullehrer viel Erfolg!!! Diese Forderung ist gerecht und wäre schon lange, auch schon zu meiner Dienstzeit, fällig gewesen. Damit schon lange überfällig.
    Mit freundlichen Grüßen
    Iris Plass – Geißler

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